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Literatur zur Politischen Ökonomie
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1. Aufsatz
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Referenz:
Chipman (1952): Consistency
stabile URL:
www.pol-oek.de/objekt_start.fau?prj=poloeklit&zeig=3489
Fremd-URL (ohne Gewähr):
im Mehrwert & Co Archiv als:
PDF
Verf./Hrsg./KS:
Titel:
The Consistency of the Marxian Economic System
in:
Jahr:
1952
Jg.:
5
H.:
3
pp.:
527-558
Deskribierung:
Inhalt:
"The question of the consistency of MARX's economic system has been the subject of considerable discussion ever since the posthumous publication by ENGELS of Volume III of Das Kapital. lt is the purpose of this paper to reconsider this question and see whether any consistent theory of value can be drawn from MARX's writings. lt will be shown that one assumption - namely that of equal rates of surplus value among industries - is responsible for nearly all the errors and contradictions in MARX's theory; and that this assumption must be altogether discardedl if the theory is to uphold any claim to empirical validity." (Autor)

dt. Zusammenfassung S.556f:

"Die Marx'sche Werttheorie enthält einen wesentlichen Widerspruch, der sich aus der Hypothese gleicher Sätze des Mehrwertes, gleicher Sätze des Protites und verschiedener organischer Zusammensetzungen des Kapitals von Industrie zu Industrie ergibt. Nachdem der Profitsatz (p') definiert wird als Mehrwert (s), geteilt durch die Summe des konstanten Kapitals (c) und des variablen Kapitals (v), und der Mehrwertssatz (s') als s/t', und die organische Zusammensetzung des Kapitals (q) - in einer der bejahenden Definitionen -- als c/(c + v), so kann der Widerspruch durch folgende Gleichung ausgedrückt werden:
p' = s' (1 - q);
d. h., es kann nicht wahr sein, dass in den Industrien p' und s' gleich sein können und q nicht gleich sein kann. Dies ist ein logischer Widerspruch, dem man unmöglich entfliehen kann. Eine der Hypothesen muss demnach zurückgewiesen werden, wenn die Marx' sehe Theorie die Probe der Konsistenz bestehen soll und der Anspruch auf empirische Gültigkeit aufrecht erhalten werden soll.

In seinen Kapiteln über das Einkommen (Rente? Übers.fehler) im III. Band des 'Das Kapital' wollte Marx die Hypothese gleicher Mehrwertssätze ausschalten, da er verstand, dass dieser Satz für eine fruchtbarere Erde grösser sein müsste. Warum hat er die gleichen Ueberlegungen nicht auch hinsichtlich des Kapitals angewandt und nicht den Schluss gezogen, dass eine hohe organische Zusammensetzung des Kapitals in einer bestimmten Industrie sich in einer höheren Produktivität der Arbeit widerspiegeln und daher einen grösseren Satz des Mehrwertes hervorrufen würde?
Statt.dessen hat er einen Kunstgriff angewandt um die Preise unterschiedlich zu den Werten zu gestalten, Kunstgriff der später von Bortkiewicz korrigiert wurde; jedoch sind beide dieser Schemen im Widerspruch zu der Annahme, dass die Mehrwertssätze durch die Kräfte der Konkurrenz gleichgestaltet werden. Daher muss diese Annahme ausgeschaltet werden.
Aehnliche Widersprüche finden sich bei Marx in Bezug auf die Ungleichheit der Kreislaufssätze zwischen den Wirtschaftssektoren. Dieser Widerspruch wurde von ihm nie geklärt.
Abschliessend sei gesagt, dass die Hypothese gleicher Mehrwertssätze aus der. Marx' schen Theorie herausgenommen werden muss, wenn dieselbe an sich konsequent sein soll. Was bleibt von der Wert-Arbeit- Theorie übrig? Etwas bleibt übrig, aber kein wirtschaftliches Gesetz. Was übrig bleibt ist eine politische Doktrin, eine logische Ausdehnung der politischen Philosophie des John Locke."


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