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Literatur zur Politischen Ökonomie
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1. Verfasser-/Urheberwerk
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Referenz:
Grossmann (1941): Marx
stabile URL:
www.pol-oek.de/objekt_start.fau?prj=poloeklit&zeig=2872
Fremd-URL (ohne Gewähr):
im Mehrwert & Co Archiv als:
Buch; online lesbar
Verf./Hrsg./KS:
beteiligt:
Titel:
Marx, die klassische Nationalökonomie und das Problem der Dynamik
erstmals:
1941
Ort: Verl.:
Jahr:
1969
Faksimile:
Kleinbild
Deskribierung:
Inhalt:
Im Gegensatz zu den meisten seiner Arbeiten, die sich vornehmlich mit den theoretischen Problemen des Marxismus innerhalb der sozialistischen Bewegung beschäftigen, ist diese, zuerst 1940 in beschränkter Auflage veröffentlichte Schrift HenrykGrossmanns einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit der bürgerlichen Ökonomie gewidmet. Grossmann wendet sich hier gegen die falsche Auffassung, daß Marx als Schüler und Vollender der klassischen Ökonomie anzusehen sei. In Wirklichkeit war Marxder schärfste Kritiker der Klassiker und verwarf mit der bürgerlichen Gesellschaft zugleich deren ökonomische Theorien. Marx' Aufdeckung der sich hinter den fetischistischen Kategorien verbergenden realen sozialen Beziehungen bot zugleich dieMöglichkeit der Erkenntnis der kapitalistischen Entwicklungsgesetze und der Grenzen, die dieser Entwicklung gesetzt sind. Der wesentliche Unterschied von Marxismus und bürgerlicher Ökonomie kommt nach Grossmann schon in der der statischenMarkttheorie gegenüberstehenden Dynamik der Marxschen Entwicklungstheorie zum Vorschein. Der statische Charakter kennzeichnet die bürgerliche Theorie von ihren Anfängen bis zur Gegenwart; durch alie ihre Wandlungen hindurch — von deren objektivenWerttheorie zur subjektiven Grenznutzenlehre.

Die realen Produktionsbeziehungen bleiben verschleiert durch die ausschließliche Tauschwertbetrachtung. Demgegenüber und ausgehend vom Doppelcharakter der Arbeit gelingt es Marx, die inneren Widersprüche des kapitalistischen Systems bloßzulegen unddessen Dynamik abzuleiten. Der aus der Lohnarbeit resultierende Widerspruch zwischen lausch- und Gebrauchswert kennzeichnet alle Aspekte der bürgerlichen Wirtschaft, die Akkumulation des Kapitals und die tendenziell fallende Profitrate.

Die Beschränkung der Markttheorie auf die statische Gleichgewichtslehre verschloß der bürgerlichen Ökonomie jede Einsicht in die Krisengesetzlichkeit der kapitalistischen Entwicklung, obwohl die Tatsache der Krisen eine dynamische Betrachtung direktherausfordert. Keiner der Versuche, von der unrealistischen statischen zur realistischen dynamischen Theorie überzugehen. kann, nach Grossmann, als gelungen betrachtet werden. Die Aufdeckung der kapitalistischen Entwicklungsgesetze und derenEinwirkung auf den Marktmechanismus blieb dem Marxismus vorbehalten. Grossmanns Nachweis dieser Tatsache berücksichtigt die einschlägige internationale ökonomische Literatur und stützt sich auf eine äußerst klare und aufschlußreiche Interpretationder Marxschen Werttheorie.


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