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Literatur zur Politischen Ökonomie
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Referenz:
Credit Suisse (2014): Conservation Finance
stabile URL:
www.pol-oek.de/objekt_start.fau?prj=poloeklit&zeig=15806
Fremd-URL (ohne Gewähr):
im Mehrwert & Co Archiv als:
PDF
aus dem Mehrwert & Co. Archiv:
Verf./Hrsg./KS:
beteiligt:
Titel:
Conservation Finance
Untertitel:
Moving beyond donor funding toward an investor-driven approach
Ort: Verl.:
Jahr:
2014
Anmerkung:
Alles soll zu einem Geschäft gemacht werden. Auch die Rettung der Artenvielfalt - jedenfalls so viel, wie man gerade für erforderlich hält, damit es nicht wirklich gefährlich wird. Das schreibt die NZZ und die Autoren zeigen keinerlei Anzeichen, dass sie den Widersinn der dem Bericht entnommenen Aussagen auch nur ahnen:

"In einer kürzlich von Credit Suisse, WWF und McKinsey veröffentlichten Studie etwa werden weltweit 35 Regionen genannt, die von besonderer Bedeutung für die Erhaltung der Biodiversität sind. Vom Amazonas über den Süden Chiles, die Galapagosinseln, Madagaskar bis zum Jangtse-Becken reichen die Gebiete, die mehrheitlich in Schwellen- und Entwicklungsländern in der südlichen Hemisphäre gelegen sind.

Noch schwieriger ist es aber, die Investitionen zu quantifizieren, die zum Schutz der Biodiversität nötig sind, sowie die langfristigen Konsequenzen, falls sie unterlassen werden. In der Studie werden die notwendigen finanziellen Mittel auf jährlich 300 Mrd. bis 400 Mrd. $ geschätzt. Tatsächlich sind es derzeit aber lediglich rund 52 Mrd. $, wovon rund 80% aus öffentlichen Mitteln stammen.

Es klafft also eine riesige Lücke, für deren Schliessen laut der Studie sogenannte Conservation Finance einen wichtigen Beitrag leisten kann. Dabei wird Kapital in einem Ökosystem so eingesetzt, dass einerseits dessen intakter Fortbestand möglichst langfristig gesichert und andererseits ein finanzieller Ertrag für die Investoren generiert wird. Idealerweise werden durch diese Massnahmen negative Entwicklungen vermieden. Wo solche nicht ganz verhindert werden können, geht es darum, den Verlust an Biodiversität zu minimieren, das betroffene Ökosystem zu rekultivieren oder an anderer Stelle für einen Ausgleich bzw. Nettonutzen zu sorgen.

Zwar besteht gemäss der Studie seitens privater und institutioneller Investoren ein grosses Interesse an derartigen Anlagen, allerdings ist deren Konzeption nicht einfach und das Angebot entsprechend noch sehr überschaubar. Zu den zentralen Herausforderungen zählt die Schwierigkeit, die mit dem Schutz der Biodiversität verbundenen Vorteile zu monetarisieren, da sie oft öffentliche Güter darstellen wie sauberes Wasser oder eine reine Luft und deren Nutzniesser schwer zu identifizieren bzw. abzugrenzen sind. Oft konkurrieren solche Vorhaben auch mit kurzfristig lukrativeren Alternativen (wie der Umwandlung eines Stücks Regenwald in eine Palmölplantage und dem Verkauf des geschlagenen Holzes).

Am einfachsten sei Conservation Finance momentan im Bereich der Agroforstwirtschaft umzusetzen, sagt Fabian Huwyler von der CS, einer der Koautoren der Studie. Dort lässt sich etwa Geld verdienen durch die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln wie Kakao, Ökotourismus-Angebote oder den Verkauf von Biodiversitäts-Zertifikaten an einer Börse.

Eines der vorgeschlagenen Konzepte geht von der Erkenntnis aus, dass sich überfischte Bestände innerhalb weniger Jahre erholen können, wenn mit dem Fischen konsequent pausiert wird. Entschädigt man die Fischer für das entgangene Einkommen und bildet sie in nachhaltigem Fischfang aus, können anschliessend deutlich höhere Mengen gefischt werden als heute. Ein Fonds, der beispielsweise die Kompensationszahlungen und Ausbildungsprogramme finanziert, kann sich diese später durch eine Partizipation an den höheren Fangquoten oder den Verkauf zusätzlicher Fischereilizenzen zurückzahlen lassen und so eine Rendite generieren." (NZZ, 26.5.2014)
Deskribierung:


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