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Literatur zur Politischen Ökonomie
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1. Aufsatz
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Referenz:
Kalmring (2011): Marx über den Kolonialismus
stabile URL:
www.pol-oek.de/objekt_start.fau?prj=poloeklit&zeig=15467
im Mehrwert & Co Archiv als:
PDF
aus dem Mehrwert & Co. Archiv:
Verf./Hrsg./KS:
Titel:
Marx über den Kolonialismus
Untertitel:
Kolonialismus und antikolonialer Widerstand als Lernprozess und Erkenntnisbewegung
Jahr:
2011
Jg.:
22
H.:
85
pp.:
121-133
Deskribierung:
Inhalt:
"Marx hat sich zu verschiedenen Gelegenheiten zu Fragen des Kolonialismus geäußert. Seine Behandlung des Themas ist dabei keineswegs einheitlich (vgl. Kalmring/Nowak 2004). Weit verbreitet ist dennoch die Auffassung, dass Marx durchgängig einer Modernisierung der kolonialisierten Länder durch deren Einbindung in den Weltmarkt und eine Angleichung ihrer gesellschaftlichen Verhältnisse durch das Kapital weitgehend optimistisch und zustimmend gegenüber stand (z.B. Avineri 1969). Hierfür am bekanntesten sind Stellen aus dem Kommunistischen Manifest und seinen journalistischen Arbeiten zu Indien und China (Mohri 1979).

Doch es gibt Stellen mit anderer Stoßrichtung. Anhand seiner verstreuten und meist fragmentarisch gebliebenen Texte zur geografischen Expansion des Kapitals kann man zeigen, dass Marx gegen Ende seines Lebens seine eigene frühe Haltung, die man als modemisierungstheoretisch, objektivistisch und als geschichtsphilosophisch aufgeladen bezeichnen kann, in Frage stellt (Kalmring/Nowak 2005). Anhand der Polen-, insbesondere aber anhand der Irlandfrage einerseits und seiner späten Auseinandersetzung mit den russischen Volkstümlern andererseits wird deutlich, dass er seinen frühen Fortschrittsoptimismus stufenweise revidiert und sein lineares und geschichtsphilosophisches Entwicklungsbild überdenkt (ebd.). Darüber hinaus weist er mit der Kategorie der Praxis dem selbstbewussten Handeln der Subalternen gegenüber einem angeblich objektiven, notwendigen und anonymen Geschichtsverlauf wieder eine größere Rolle zu."

(aus der Einleitung)


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