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Literatur zur Politischen Ökonomie
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1. Verfasser-/Urheberwerk
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Referenz:
Prahalad (2002): The Fortune at the Bottom of the Pyramid
stabile URL:
www.pol-oek.de/objekt_start.fau?prj=poloeklit&zeig=15421
Fremd-URL (ohne Gewähr):
im Mehrwert & Co Archiv als:
PDF
aus dem Mehrwert & Co. Archiv:
Verf./Hrsg./KS:
Titel:
The Fortune at the Bottom of the Pyramid
Ort: Verl.:
Jahr:
2002
Anmerkung:
Hier wird die später bei Prahalad (2005) noch weiter ausgebaute inner-kapitalistische Variante der Armutsbekämpfung begründet. Wesentliches Element ist die "Aufwertung" der Menschen mit niedrigem Einkommen, eben jenem Boden der Pyramide. Die Kapitalisten müssten nur begreifen, dass es sich um ein großes Kaufpotential handelt. Wer darauf aufbaut und Produkte für den Markt der wenig Kaufkräftigen entwickelt, werde durch die Größe des Marktes entschädigt. "Kleinvieh gibt auch Mist" wäre die folkloristische Übersetzung dieser wenig originellen Strategie. Das alles kann man bei Mayhew und Co. nachlesen, wie sich im London Mitte des 18. Jahrhunderts Bedarfsdecker auch für jene Gruppen bilden, die nur wenige Farthings in der Woche ausgeben können; allerdings setzte das ein Heer von Hökern und Ramschern voraus, die selbst wenig besser lebten als ihre Penny-Kundschaft. Jetzt wird diese uralte "Strategie", mit der die kapitalistische Verwertung sich seit einigen hundert Jahren immer neue Märkte entwickelt, als neue Erkenntnis ausgegeben.

Völlig verkehrt ist daran die Überzeugung, man könne so die Ungleichheit beheben. Man kann die extreme Armut gewiß eindämmen; das ist eigentlich auch inner-kapitalistisch kein Problem. Man würde aber die Unterschiede immer wieder neu und mit immer größeren Abständen herstellen. Die Elendsquartiere in Mayhews London von 1850 gibt es in der Form (in London) nicht mehr. Aber die Diskrepanzen zwischen Arm und Reich sind heute in London weitaus größer als je zu Mayhews Zeiten. Und die Frage, ob das kapitalistische Massenmarkt-Modell mit dem Woolworth-Lebensstandard tatsächlich global jemals funktionieren könnte, ist aus vielen Gründen sehr fraglich.

Die A. schrecken auch vor Trickbetrug nicht zurück, indem das uralte Mittel der Selbsthilfe von Gruppen plötzlich als Form des Unternehmertums erscheint. Das ist entweder Maskerade oder, wenn es ernst betrieben wird, das sicherste Mittel, alle positiven Ansätze breiter Selbsthilfe zu vernichten.
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