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Literatur zur Politischen Ökonomie
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Referenz:
Neubauer (2013): Im Zwielicht der Ideologie
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aus dem Mehrwert & Co. Archiv:
Verf./Hrsg./KS:
Titel:
Im Zwielicht der Ideologie
Untertitel:
Louis Althusser und das politische Denken der Frühen Neuzeit
Reihe:
Ort: Verl.:
Jahr:
2013
Deskribierung:
Inhalt:
Die Theorie Louis Althussers, seit je her politisch wie theoretisch äußerst umstritten, verschwand in der Folge des von Althusser im Jahre 1980 begangenen Mordes an seiner Frau Hélène von der Bildfläche. Darüber geriet in Vergessenheit, dass Althusser den für die jüngere Theoriegeschichte entscheidenden Übergang von einem marxistischen zu einem post-marxistischen bzw. postmodernen Paradigma markiert. Dieser Wendepunkt findet seinen wohl klarsten Ausdruck in der von Althusser in ‚Ideologie und ideologische Staatsapparate′ betriebenen Einführung der Kategorie des Subjekts als im Zeichen der Herrschaft produziertes. Der vorliegende Beitrag untersucht die theoretische Qualität und die ideengeschichtlichen Grundlagen des sich in diesem Text vollziehenden Paradigmenwechsels und bietet dabei eine grundlegende Reinterpretation von Althussers Thesen.

Der methodische Ausgangspunkt hierfür ist (1.) die in den letzten Jahren erfolgte Veröffentlichung des umfangreichen Nachlasses sowie die beginnende Verwandlung des Themenkomplexes Althusser in historisches Material. Darauf aufbauend wird ein bis heute nahezu unbekannter Aspekt der Arbeit Althussers ins Zentrum gerückt: Dessen intensive Auseinandersetzung mit der politischen Philosophie der Frühen Neuzeit, besonders mit der Lehre vom Gesellschaftsvertrag. Vor diesem Hintergrund wird (2.) eine Reinterpretation von ‚Ideologie und ideologische Staatsapparate′ durch Althussers eigene umfangreiche ideengeschichtliche Studien vorgenommen. Es wird gezeigt, dass für Althusser die Lehre vom Gesellschaftsvertrag den Kontext der Ideologie abgibt und dass dessen eigene Thesen über die Ideologie und das Subjekt eine vermittels des Hobbesschen Modells vom Gesellschaftsvertrag geleistete Dekonstruktion eben dieser philosophischen Tradition darstellen. Damit wird offenbar, dass für Althusser die Frage der Ideologie die klassische politische Frage nach dem Staat, der Souveränität und der Befriedung der Gesellschaft ist. In einem weiteren Schritt wird (3.) unter Einbeziehung der nachgelassenen Schriften untersucht, inwiefern es sich bei dieser aus dem politischen Denken der Frühen Neuzeit gewonnen Theorie um eine (marxistische) Theorie der Ideologie handelt. Abschließend wird (4.) eine gegenseitige Konfrontation der Ergebnisse des vorliegenden Beitrags mit der Weiterentwicklung von Althussers Thesen über das Subjekt und Ideologie durch dessen Schüler Michel Foucault vorgenommen.

Im Zuge des vorliegenden Beitrags wird ersichtlich, dass sich Althussers eigene Theorie aus einem spannungsreichen und produktiven Wechselverhältnis zwischen einer marxistisch inspirierten Lektüre der klassischen politischen Denker der Frühen Neuzeit und dem Einspielen von aus dem politischen Denken dieser Epoche gewonnen Elementen in die marxistische Theorie erhebt. Es zeigt sich dabei, dass gerade dieses Wechselspiel Althussers Beiträgen zur marxistischen Theorie ihre bis heute andauernde Stoßkraft verlieh.

Einleitung: Das unbekannte Land
I. Aufbruch zu einer neuen Lektüre: Louis Althusser im Spiegel der Debatte
1. Theoriegeschichtliche Bedeutung: Von den Philosophien ohne Vater zum Vater einer Philosophie
2. Rezeption im Zwielicht: Der ,Fall Althusser′ zwischen Mord und Politik
3. Zu einer ,neuen Althusserlektüre′
4. Louis Althusser und das politische Denken der Frühen Neuzeit
5. Fragestellung dieser Untersuchung: die ideengeschichtlichen Grundlagen von ‚Ideologie und ideologische Staatsapparate′
II. ‚Ideologie und ideologische Staatsapparate′: Eine Dekonstruktion der Lehre vom Gesellschaftsvertrag
1. Das Rätsel von ‚Ideologie und ideologische Staatsapparate′ Eine politische Polemik. Ein Fragment
2. Der Kontext von Althussers Thesen über die Ideologie: Die Lehre vom Gesellschaftsvertrag
3. Althussers Thesen über die Ideologie: Eine Rekonstruktion des Hobbesschen Modells vom Gesellschaftsvertrag
Ideologie und Staat
Ideologie und Geschichte
Was ist eine Ideologie?
Wie entfaltet die Ideologie ihre Wirkung?
Die innere Funktionsweise der Kategorie des Subjekts
4. Fragestellung für die weitere Untersuchung
III. ‚Ideologie und ideologische Staatsapparate′ im Kontext
1. ‚Ideologie und ideologiosche Staatsapparate′: eine (marxistische) Theorie der Ideologie?
Der Anspruch einer marxistischen Theorie der Ideologie und das Verhältnis von Überbau und Basis in ‚Ideologie und ideologische Staatsapparate′
Der Kontext: eine Theorie der Elemente des Überbaus
Althussers Theorie des Staates und der Ideologie: Eine Re-Formulierung der Hobbesschen
Frage nach der ‚Befriedung′ der Gesellschaft
Die ‚Befriedung′ der Gesellschaft als Grundlage der ökonomischen Klassenherrschaft der Bourgeoisie
2. ‚Ideologie und ideologische Staatsapparate′ und die marxistische Ideologiedebatte
Eine theoretische Intervention gegen die marxistische Theorie der Ideologie
Was bedeutet ‚bürgerliche Ideologie′ für Althusser?
Die marxistische Ideologietheorie als Gefangene der bürgerlichen Ideologie
3. Zu den ideengeschichtlichen Grundlagen von Althussers Theorie des Staates und der Ideologie im politischen Denken der Frühen Neuzeit
Schlussbemerkung: Im Zwielicht der Ideologie
Literaturverzeichnis


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