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Literatur zur Politischen Ökonomie
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Referenz:
Allianz Global Investors Europe (2012): Der 'grüne' Kondratieff
stabile URL:
www.pol-oek.de/objekt_start.fau?prj=poloeklit&zeig=12912
Fremd-URL (ohne Gewähr):
im Mehrwert & Co Archiv als:
PDF
aus dem Mehrwert & Co. Archiv:
Verf./Hrsg./KS:
beteiligt:
Titel:
Der 'grüne' Kondratieff – oder warum Krisen gut sind
Untertitel:
Neuer Wohlstandszyklus wird durch 'symbiotisches' Wachstum generiert
Ort: Verl.:
Jahr:
2012
Anmerkung:
Irgendwann dämmert es ihnen auch. Hier sind es die Denker der Allianz, die das Loblied der Krise singen, eine Abkehr vom "parasitären Wachstum" erwarten und schon einmal die grünen Kulissen auf die Bühne schieben, um damit ihre Angst vor den fallenden Profitraten (den echten, nicht den durch Geldschein erzeugten) zu verdecken.
s. Dokument:
Deskribierung:
Inhalt:
Der Klimawandel sowie die Krisen rund um die Energieversorgung sind der finale, unüberhörbare „Wake-up Call″ für die ökonomische und ökologische Wahrheit. Der Handlungsdruck, der von ihm ausgeht, wird die Wirtschaft in nahezu allen Bereichen verändern und in eine neue Wachstumsphase führen. Ein Wohlstandszyklus, der durch den globalen Strukturwandel der Wirtschaft vom parasitären zum symbiotischen Wachstum bzw. einem nachhaltigen „grünen″ Wachstumspfad gekennzeichnet sein dürfte.

Entscheidende Einblicke
• Die momentan zeitlich nah aufeinanderfolgenden Krisen, die TMT-Bubble und die jüngste Finanz- und Schuldenkrise, könnten den Beginn des 6. Kondratieffzyklus markieren. Fünf Kennzeichen Kondratieffs, die eine Trendwende zu einem neuen Kondratieffzyklus einleiten, scheinen derzeit erfüllt:

1. Nutzungspotenzial alter Basisinnovation erschöpft (Zyklus von ca. 40 bis 60 Jahren).
2. Hoher Überschuss an Finanzkapital (versus Sachkapital).
3. Starke Rezessionsphase (Phase des Umbruchs).
4. Soziale / institutionelle Veränderungen.
5. Volkswirtschaftliche Engpässe werden durch neue Technologien gelöst.

• Während in den bisherigen Wirtschaftszyklen der letzten 200 Jahre primär der Faktor Arbeit der ökonomische Engpassfaktor war, dürften im 21. Jahrhundert die immer knapper werdenden Rohstoff- und Energieressourcen die Schlüsselfaktoren der Wirtschaft sein. Folglich dürfte nicht mehr ausschließlich die Steigerung der Arbeitsproduktivität, sondern vor allem die Steigerung der Ressourcen- und Energieproduktivität die Kraftquellen des nächsten langen Wohlstandszyklus charakterisieren.

• Ein neuer sechster, „grüner″ Kondratieffzyklus, dürfte durch den globalen Strukturwandel der Wirtschaft vom parasitären zum symbiotischen Wachstum bzw. einem nachhaltigen „grünen″ Wachstumspfad gekennzeichnet sein. Denn unter den veränderten Voraussetzungen von Globalisierung, demografischer Entwicklung, Klimawandel, knappen Ressourcen sowie einem stärkeren Umweltund Verantwortungsbewusstsein der Konsumenten wird Wachstum künftig wohl aus einer neuen Mischung von Ökonomie und Ökologie generiert. Insbesondere der dabei erforderliche Umbau der Energieinfrastruktur könnte sich als Lokomotive erweisen, die den Wachstumszug erst richtig in Fahrt bringt.

• Die Verzahnung des 5. mit dem 6. Kondratieffzyklus, d. h. die Verbindung des Bereichs der Informationstechnologie mit dem der „grünen Märkte″, dürfte weiter zunehmen. Fünf tragende Säulen sollten diese neue Energieinfrastruktur des 21. Jahrhunderts bilden:

1. Umstieg auf erneuerbare Energien.
2. Umwandlung von Gebäuden in Mikrokraftwerke (durch erneuerbare Energien).
3. Einsatz von Energiespeichern in Gebäuden, Autos und innerhalb der Energieinfrastruktur.
4. Ausbau eines weltweiten Smart Grid-Systems.
5. Transportinfrastruktur für elektro- und brennstoffzellengetriebene Fahrzeuge.

• Die Kraft der „schöpferischen Zerstörung″, wie sie Schumpeter formulierte, dürfte in den nächsten Jahren vermutlich weiter zunehmen. Die „Green Tech″-Märkte insgesamt werden viele klassische Industriezweige wohl deutlich hinter sich lassen, weil die Nachfrage nach erneuerbaren Energien, modernen Umwelttechnologien, nachhaltiger Wasserwirtschaft, Recycling und effizienteren Antriebstechniken steigen sollte. Die Wirtschaftsberatung Roland Berger schätzt, dass die Leitmärkte der Umwelttechnik bereits 2010 ein weltweites Umsatzvolumen von rund 1,7 Billionen US-Dollar auf sich vereinten. Bis ins Jahr 2020 dürften es rund 3,2 Billionen US-Dollar sein, was einem überdurchschnittlichen Wachstum von 6,5 % p. a. entsprechen würde.


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